|
| Eine kurze Geschichte der Kroniden |
 |
Hier finden Sie nun eine Zusammenfassung von verschiedenen Quellen, mit dem Ziel, ihnen einen
kleinen Überblick über die Geschichte der Kroniden zu geben. Obwohl wir versucht haben,
die unterschiedlichen Quellen abzugleichen, ist diese Zusammenfassung sicherlich weder vollständig
noch fehlerfrei.
Wir freuen uns daher immer gerne über Anregungen, Hinweise und Kritik zu dieser
Zusammenfassung. Schicken Sie uns einfach eine
eMail !
|
 |
| Die Kroniden in der Mythologie |
 |
[Links, die sich hinter den Namen verbergen, führen zu Seiten, die JavaScript
verwenden und dann weitere Verlinkung in manchen Version des Netscape Browsers deaktivieren.]
|
Die Kroniden sind
in der griechischen Mythologie die Kinder des
Kronos,
Sohn von Uranos und
Gaya (Vater und Mutter Erde). Nachdem Kronos die Weltherrschaft seinem Vater entrissen hatte,
wurde er selbst zum unbarmherzigen Herrscher der Welt.
Der Spruch der
Moira
sagte ihm voraus, dass er später ebenfalls einmal seine Herrschaft an eines seiner
Kinder würde abgeben müssen. Aus Angst vor der Erfüllung dieser Weissagung musste
seine Frau Rhea
ihm alle Kinder direkt nach der Geburt übergeben, worauf er diese verschlang.
Nach einigen Kindern wurde es Rhea zu dumm und so gab sie Kronos nach der Geburt von Zeus
(siehe bspw. (1),
(2a) und
(2b) oder auch
(3))
einen in ein Tuch umwickelten Stein, den Kronos in der Überzeugung schluckte, er habe Zeus
gefressen. Manche Quellen sprechen zwar davon, dass Kronos in der darauffolgenden Nacht
starke Bauchschmerzen gehabt habe, er erkannte den Verrat aber nicht.
Rhea schickte das Baby zu Gaya, die den kleinen Zeus auf Kreta in einer Höhle von zwei Schwestern
aufziehen ließ. Nachdem Zeus alt genug war, den Lauf der Dinge selbst in die Hand zu nehmen,
kehrte er zu seinem Geburtsort zurück und schüttete seinem Vater ein Brechmittel in den
Wein. Daraufhin erbrach dieser die bisher verschluckten Brüder und Schwestern von
Zeus: Poseidon,
Hades,
Hera,
Demeter,
Glauka und
Hestia -
die Kroniden waren komplett.
Nun ging es endgültig ans Eingemachte. Auch hier sind sich die Quellen nicht einig, aber
die Quintessenz ist, dass sich Zeus und die Kroniden auf der einen Seite mit Kronos,
Atlas
und den Titanen auf der anderen Seite zehn Jahre lang mächtig gehauen haben.
Die Kroniden waren allerdings nicht allein, Zeus hatte sich in weiser Voraussicht
um mächtige Helfer bemüht. So befreite er die
Zyklopen - die
großen Einäugigen, die sicher die/der ein oder andere aus den Zeichentrickfilmen
von Odysseus kennt - und die Hundertarmigen - ebenfalls sehr große Wesen mit
Hundert Armen und fünfzig Köpfen - die beide von Kronos im
Tartarus gefangen
gehalten wurden.
Aus Dankbarkeit schenkten sie nun Zeus Donner und Blitz, Poseidon erhielt seinen Dreizack
und Hades erhielt einen Helm, der unsichtbar macht.
Solchermaßen ausgerüstet, schafften es die drei Brüder schlussendlich, ihren
Vater zu besiegen: der unsichtbare Hades stahl Kronos dessen Waffen, Poseidon hielt ihn mit
seinem Dreizack fest und Zeus schleuderte schließlich seine Blitze auf Kronos.
Wiederum offen bleibt, ob Kronos tatsächlich dabei starb, oder er zusammen mit den Titanen
nun selbst im Tartarus eingesperrt wurde beziehungsweise schwere Strafen auferlegt bekam.
So muss Atlas als Anführer der Titanen die Erde auf seinen Schultern tragen, er macht das
also keineswegs freiwillig.
All dies gefiel Mutter Erde, Gaya, nicht, sie sah nun ihre Kinder, die Titanen,
eingesperrt.
[An dieser Stelle sind sich die Quellen wieder nicht einig, ob zuerst der Typhon oder
die Giganten die Kroniden bekämpft haben.]
So schenkte sie einem letzten Sprössling das Leben,
Typhon,
ein wirklich hässliches Ungeheuer, der Zeus und die Kroniden, die sich mittlerweile als erste
Generation der olympischen Götter auf dem gleichnamigen Berg niedergelassen hatte (jener
in unserem Logo), vernichten wollte. Erschreckt vom Auftreten des Ungeheuers verwandelten
sich die Götter auch erst einmal in Tiere, um sich verstecken zu können. Letztendlich
stellten sie sich aber doch zum Kampf und in einem grandiosen Thunder-And-Lightning-Shoot-Out
besiegte Zeus Typhoon, der seitdem
unter dem Ätna in Sizilien begraben liegt und weiterhin Feuer und Asche spuckt.
Als wäre auch das noch nicht genug, hatten die olympischen Götter einen letzten Angriff
auf Ihre Herrschaft zu überstehen: den Angriff der
Giganten.
Diese Riesen
entstanden aus dem Blut, das Uranos verloren hatte, als er seinerzeit von Kronos entmannt wurde.
Die Giganten versuchten sogar, den Olymp einzunehmen. Die Olympier waren allerdings mittlerweile
sehr stark geworden und mit der Hilfe eines sterblichen
- Herkules - schafften sie es, die
Giganten zu vernichten.
Somit hatten sich die Kroniden ihren Platz in der Götterwelt gesichert, den ihnen von nun
an auch niemand mehr streitig machte. Zeus, Poseidon und Hades teilten die Welt unter sich auf:
Hades regiert die Unterwelt, Poseidon die Meere und Flüsse und Zeus die Erde.
Die Geschichte der Kroniden geht jetzt über in die Geschichte der Olympier und
somit beschließen wir diese Zusammenfassung an dieser Stelle.
Wir möchten aber speziell die schon oben bei Zeus genannten Links
(2a) und
(2b)) empfehlen, wenn wir Ihr
Interesse an der griechischen Mythologie geweckt haben.
Einen Stammbaum über die verflochtenen Beziehungen in der griechischen Mythologie finden Sie
hier.
|
|
|
|